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Malteser Willich

Städteregion Aachen: Malteser heißen 50 Retter vom DRK willkommen

01.10.2018
Cornelius Freiherr von Fürstenberg begrüßt die neuen Mitarbeiter

Heute am 1. Oktober haben die Malteser an fünf Rettungswachen in der Städteregion Aachen den Dienst übernommen. Rund 70 Rettungsassistenten bzw. Notfallsanitäter und Rettungssanitäter werden hier rund um die Uhr auf bis zu 19 Spezialfahrzeugen eingesetzt, wenn es darum geht, Menschenleben zu retten. Viele von ihnen haben zuvor bei anderen Hilfsorganisationen gearbeitet, vornehmlich beim Deutschen Roten Kreuz (DRK).

Im Rahmen einer zweitägigen „Auftaktveranstaltung für Retter bei den Maltesern“ begrüßte Diözesangeschäftsführer Wolfgang Heidinger aus Aachen am vergangenen Freitag zuvor die neuen und alten Malteser im Pfarrheim Lammersdorf in Simmerath. „Ich bin froh, dass ich Sie heute alle hier begrüßen kann“, sagte Wolfgang Heidinger den circa 60 Teilnehmern. „Dass so viele von Ihnen unserem Angebot gefolgt sind, künftig als Malteser mit uns zusammen zu arbeiten, erfüllt mich auch mit Stolz. Wir sind ein attraktiver Arbeitgeber, der viel zu bieten hat.“

Rund fünfzig Retter hätten bei den Maltesern eine neue berufliche Heimat gefunden. Ein paar Stellen mehr könnten die Malteser noch besetzen. Heidinger: „Wenn Sie also noch kompetente Ex-Kollegen kennen, die wieder mit Ihnen zusammen im Rettungswagen fahren wollen, schicken Sie sie mir. Ich danke Ihnen für das Vertrauen, das Sie uns schenken. Wir werden Sie als Arbeitgeber nicht enttäuschen.“

Neben den Lehrrettungswachen Simmerath und Baesweiler übernehmen die Malteser die Außenwachen Höfen und Roetgen in der Eifel vom Roten Kreuz, dazu den zwischen den Krankenhäusern Eschweiler und Stolberg wechselnden Notarztstandort. Das Auftragsvolumen im Regelrettungsdienst umfasst im Wesentlichen vier Rettungswagen (RTW) und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) im 24-Stunden-Dienst. Dazu kommen fünf Krankentransportwagen (KTW) im Tagesdienst. Darüber hinaus sind an den beiden Kernstandorten noch jeweils ein RTW im Spitzenbedarf und drei RTW im Sonderbedarf mit Malteser Fahrzeugen zu stellen – also insgesamt noch einmal acht zusätzliche RTW.

Cornelius Freiherr von Fürstenberg, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands des Malteser Hilfsdienstes in der Malteser Zentrale in Köln, hatte sich auf den Weg nach Aachen gemacht, um an der Auftaktveranstaltung für die Mitarbeiter teilzunehmen. Er sagte: „Wir Malteser freuen uns, dass wir mit unserem Angebot in einer europaweiten Ausschreibung auch in der Städteregion Aachen überzeugen konnten.“ Mit den neuen und den im vergangenen Jahr hinzugekommenen Rettungsdienststandorten der Malteser im Kreis Euskirchen (Schleiden/Marmagen), in Aachen (Kornelimünster) und in der Stadt Krefeld hätten die Malteser die rettungsdienstlichen Aufträge in der Diözese Aachen mit nunmehr 18 Rettungsdienststandorten binnen eines Jahres nahezu verdoppelt.

Von Fürstenberg: „Diese positive Entwicklung ist ein starkes Signal. Sie unterstreicht zum einen unseren Anspruch, ein professioneller und leistungsfähiger Partner von Kommunen und Kreisen rund um den Rettungsdienst zu sein. Und sie zeigt zum anderen, dass wir als solcher auch akzeptiert sind. Denn die Behörden wissen: Die Verzahnung von Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz ist für die Gefahrenabwehr in der Region unverzichtbar. Insbesondere die anerkannten Hilfsorganisationen sorgen für eine solche enge Verknüpfung.“

Nach der Begrüßung der Seminarteilnehmer und einem Überblick über das Programm stellten sich die Verantwortlichen und Vorgesetzten der Malteser in Gesprächsrunden vor und gaben den Neuen damit einen guten Einblick in die Struktur der Hilfsorganisation. Neben Cornelius von Fürstenberg und Wolfgang Heidinger, Jan Czichy (Bereichsleiter Notfallvorsorge NRW), Axel Rottländer (Kreisgeschäftsführer), Ralf Bischoni (Leiter des Malteser Bildungszentrums Euregio), Georg Fell (Ltr. Notfallvorsorge der DGS Aachen), Timo Goßen (Wachleiter Baesweiler). Anschließend trafen sich alle Teilnehmer zum gemeinsamen Abendessen und ließen den Tag gemütlich ausklingen.

Am Samstagmorgen ging es ab 9 Uhr weiter. Lena Ferchow, Referentin der Malteser Akademie in Ehreshoven, gab den Seminarteilnehmern einen Gesamtüberblick: „Breit aufgestellt: die Malteser in Deutschland“. Die Landes- und Diözesanebene stellte Wolfgang Heidinger vor. Im Zuge dessen konnten die Zuhörer auch Andreas Glöckner, den Wachleiter von Simmerath, kennenlernen. Mit einem Vortrag und in Kleinarbeitsgruppenarbeit ging es weiter: „Die Geschichte der Malteser bis heute“, „Spiritualität und Arbeitsalltag“ sowie Kardinaltugenden anhand des Malteser Kreuzes. Wer wollte, konnte am spirituellen Mittagsimpuls teilnehmen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen stellten Lena Ferchow, Ralf Bischoni und Martin Reategui (Leitender Praxisanleiter) kurz die Angebote der Malteser im Alltag vor: Notfallseelsorge, Gesundheitswoche und Auszeit für Retter, die Weiterbildungsmöglichkeiten und das Ehrenamt. Danach wurde es sehr konkret: „… und Montag geht’s los!“ – Harte Fakten und Wissenswertes zum Dienstbeginn in wenigen Stunden. Wichtige Fragen wurden beantwortet: Wann muss ich wo sein? Wie sieht mein Dienstplan aus? Wo bekomme ich die neue Einsatzbekleidung? Und so weiter...

Samstagnachmittag endete das Malteser Informationsfeuerwerk. Ralf Bischoni wünschte allen einen „guten Start“. Am Sonntag ging eine ganze Reihe der Seminarteilnehmer abends als DRK-Retter zum Dienst und beendet ihn morgens als Malteser.

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